Ratgeber21. April 20268 Min Lesezeit

Spritkosten fair teilen: So rechnet ihr eure Fahrgemeinschaft richtig ab

Wie viel Spritgeld pro Kilometer ist fair? Eine konkrete Rechnung für Fahrgemeinschaften mit Formel, Rechenbeispiel und drei Aufteilungsmöglichkeiten.

Timo Wevelsiep
Timo Wevelsiep
Mitgründer, RydeSplit · Aktualisiert 28. September 2026
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Spritkosten fair teilen: So rechnet ihr eure Fahrgemeinschaft richtig ab

Wie viel Spritgeld pro Kilometer ist fair? Eine konkrete Rechnung für Fahrgemeinschaften mit Formel, Rechenbeispiel und drei Aufteilungsmöglichkeiten.

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Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Spritkosten pro Kilometer liegen bei einem normalen Kompaktwagen bei ca. 14 Cent (7 L/100 km, Super E10).
  • Bei 3 Personen im Auto zahlt jeder rund 4,7 Cent pro Kilometer — das sind bei 50 km gerade mal 2,35 € pro Nase.
  • Schon allein die Spritkosten aufzuteilen ist besser als gar nichts. Verschleiß kann man optional drauflegen, muss man aber nicht.
  • Die einfachste Methode: Gesamtkosten durch alle Personen im Auto, inklusive Fahrer.
  • Wer sich einmal auf ein System einigt, hat danach nie wieder ein unangenehmes Gespräch über Geld.

Das eigentliche Problem: Keiner sagt was

Du fährst Freunde zur Uni, zum Festival, zur Arbeit. An der Tanke zahlst du 75 Euro. Am Ziel sagt jemand „Danke, du bist der Beste" und wirft dir einen Fünfer hin. Du lächelst — und weißt: das war nicht fair.

Oder andersrum: Du sitzt hinten und weißt nicht, ob du jetzt fünf Euro geben sollst. Oder zehn? Du willst nicht geizig wirken, aber auch nicht draufzahlen. Also sagst du „Nächstes Mal fahr ich" — und tust es nie.

Das Phänomen ist real. In unserer eigenen Umfrage haben wir nachgefragt:

  • 74 % fühlen sich unwohl, wenn sie Mitfahrer um kleine Beträge bitten müssen.
  • 67 % rechnen Fahrtkosten nur gelegentlich oder selten wirklich ab.
  • 69 % teilen Spritkosten nur manchmal — oder nie.
  • 36 % sagen: „Niemand kümmert sich aktiv um die Abrechnung."

Das Thema ist nicht das Geld. Es ist das Gespräch. Und genau das lässt sich lösen: einmal kurz drüber reden, wie geteilt wird — und danach läuft es.

Spritkosten berechnen: Die Grundformel

Die Rechnung ist simpler, als die meisten denken:

Spritkosten = (Strecke ÷ 100) × Verbrauch × Literpreis

Das ist die einzige Formel, die du brauchst. Alles andere (Verschleiß, Maut, Parken) ist optional.

Rechenbeispiel: 80 km mit 3 Personen

Was Rechnung Ergebnis
Verbrauch 7 L / 100 km —
Literpreis ca. 2,00 €/L (Super E10) —
Spritkosten (80 ÷ 100) × 7 × 2,00 11,20 €
Pro Person (3) 11,20 ÷ 3 3,73 €

3,73 € pro Person. Das ist weniger als ein Kaffee. Und trotzdem spart es dem Fahrer über das Jahr gerechnet hunderte Euro — Geld, das sonst einfach verschwunden wäre.

Spritgeld pro Kilometer: Faustregeln

Wenn du keine Lust auf Rechnen hast, hier die Kurzversion für unterschiedliche Strecken:

Strecke Spritkosten gesamt Pro Person (3er-Auto) Orientierung
20 km ca. 2,80 € ca. 0,93 € 1–2 € pauschal reicht
50 km ca. 7,00 € ca. 2,33 € 2–3 € pro Mitfahrer
80 km ca. 11,20 € ca. 3,73 € 4 € pro Mitfahrer
150 km ca. 21,00 € ca. 7,00 € 7 € pro Mitfahrer
300 km ca. 42,00 € ca. 14,00 € Ab hier lohnt sich genaues Rechnen

Alle Werte basieren auf 7 L/100 km und einem Literpreis von 2 €/L — das ist ein typischer Kompaktwagen (Golf, Corsa, Polo). Wer einen sparsamen Diesel fährt, liegt darunter; wer einen SUV bewegt, darüber.

Was ist mit Verschleiß, Maut und Co.?

Manche Ratgeber schreiben, man müsse alle Kosten aufteilen: Verschleiß, Inspektion, Reifenabnutzung. Technisch stimmt das — jeder Kilometer kostet mehr als nur den Sprit.

Aber wir sehen das anders: Schon allein die Spritkosten zu teilen ist ein Riesenschritt. Die Realität zeigt, dass die meisten Fahrgemeinschaften bisher gar nichts aufteilen — 69 % in unserer Umfrage. Wer jetzt mit „du musst auch den Verschleiß einrechnen" anfängt, schreckt Leute ab und erreicht am Ende, dass wieder niemand zahlt.

Unsere Empfehlung: Sprit zuerst, Verschleiß optional

  1. Immer teilen: Sprit. Das ist der fairste, sichtbarste und unstrittigste Kostenblock. Jeder versteht ihn, jeder sieht den Tankbeleg.
  2. Optional drauflegen: Verschleiß. Wer will, kann pro Kilometer 3–5 Cent für Verschleiß (Reifen, Bremsen, Öl) dazurechnen. In RydeSplit ist das ein Schalter, den man ein- oder ausschalten kann.
  3. Immer als Realkosten: Maut und Parken. Wenn Maut anfällt (Autobahn Österreich, Tunnel in der Schweiz) oder eine Parkgebühr bezahlt wird, kommt das 1:1 obendrauf.

So entsteht kein Streit, kein Unwohlsein, kein „das ist mir zu kompliziert". Fair muss nicht perfekt sein — fair muss besser sein als nichts.

Drei Möglichkeiten, Fahrtkosten aufzuteilen

Nicht jede Fahrt braucht dasselbe Modell. In RydeSplit stehen drei klare Varianten zur Auswahl:

1. Gleichmäßig teilen (Standard)

Gesamtkosten ÷ alle Personen im Auto, inklusive Fahrer.

Beispiel: 11,20 € Sprit bei 3 Personen = 3,73 € pro Person.

Das ist der Normalfall. Warum zahlt der Fahrer mit? Weil er auch allein gefahren wäre — die Kosten fallen so oder so an. Fair heißt hier: gleich behandeln.

2. Fahrer zahlt nichts

Sinnvoll, wenn die Fahrt nur für die Mitfahrer stattfindet. Du holst jemanden vom Flughafen ab, obwohl du selbst nicht willst? Dann teilen die Mitfahrer alles.

Beispiel: 11,20 € bei 2 Mitfahrern = 5,60 € pro Mitfahrer.

3. Individuelle Beträge

Wenn jemand nur ein Stück mitfährt oder ein anderer explizit nichts zahlen soll. Vorher absprechen, nicht hinterher überraschen.

Und wer rechnet das jetzt aus?

Genau das ist der Knackpunkt. Die Formel passt auf eine Zeile — aber im Moment der Fahrt zückt niemand den Taschenrechner. Deswegen rechnen die meisten Fahrgemeinschaften gar nicht ab: nicht weil sie unfair sein wollen, sondern weil es zu umständlich ist.

Drei Dinge helfen:

  1. Einmal absprechen, danach läuft's. Ein Satz reicht: „Wir teilen den Sprit durch alle." Fertig. Kein Reden mehr nötig.
  2. Nicht schätzen, sondern rechnen. Egal ob App, Taschenrechner oder Excel — Hauptsache, es kommt eine echte Zahl raus und kein Bauchgefühl.
  3. Digital bezahlen, nicht bar. PayPal, Revolut, Überweisung — alles, was nicht „hol mal dein Portemonnaie raus" ist. Je einfacher der Transfer, desto wahrscheinlicher passiert er.

RydeSplit: Die App, die das Rechnen für euch übernimmt

RydeSplit ist eine kostenlose App fürs iPhone, die automatisch berechnet, was eine Fahrt kostet — und den Betrag fair auf alle Mitfahrer aufteilt. Zusatzfunktionen gibt es optional mit RydeSplit+. Statt Formeln im Kopf oder Diskussionen am Ende der Fahrt macht die App alles im Hintergrund.

So funktioniert RydeSplit

Was du tust Was die App macht
Fahrt erfassen Strecke und Dauer per GPS aufzeichnen oder die Route manuell anlegen
Mitfahrende einladen Personen per Account, Einladungslink, Gruppe oder als privaten Kontakt ergänzen
Kosten berechnen Verbrauch und bundesweiten Kraftstoffpreis nutzen; mit Plus auch Wunsch-Tankstelle und Verschleiß
Kosten aufteilen Gleichmäßig, ohne Fahreranteil oder mit individuellen Beträgen
Splits sammeln Kleine Beträge zwischen zwei Personen verrechnen und erst später extern ausgleichen
Zahlungsweg anzeigen IBAN nach der finalisierten Fahrt direkt anzeigen; mit Plus zusätzlich PayPal und Revolut

Was RydeSplit anders macht als ein Taschenrechner

  • Passende Kraftstoffpreise: Kostenlos rechnet RydeSplit mit dem bundesweiten Durchschnitt. Mit RydeSplit+ kannst du eine Wunsch-Tankstelle als Preisgrundlage hinterlegen.
  • Dein Auto, deine Daten: Du hinterlegst dein Fahrzeugmodell — RydeSplit kennt den Verbrauch. Oder du setzt einen eigenen Wert. Kein Raten mehr.
  • Verschleiß optional: Mit RydeSplit+ legst du pro Auto fest, ob Verschleiß in die Berechnung einfließt. Schon Sprit alleine zu teilen ist ein großer Fortschritt.
  • Fahrtabschnitte: Einzelne Abschnitte lassen sich aufzeichnen oder manuell bearbeiten, damit die tatsächlich gefahrene Route nachvollziehbar bleibt.
  • Einladungslinks: Du kannst Mitfahrer per Link zur Fahrt einladen. Sie treten bei und sehen ihren Anteil in der App.

Für wen ist RydeSplit?

  • Pendler, die jeden Tag mit den gleichen Leuten zur Arbeit fahren und endlich fair aufteilen wollen
  • Freundesgruppen, die regelmäßig zusammen unterwegs sind (Uni, Festival, Wochenende)
  • Fahrgemeinschaften, die es leid sind, dass immer einer allein auf den Kosten sitzen bleibt
  • Alle, die bei Spritkosten nicht mehr „nächstes Mal fahr ich" sagen wollen

Kurzgesagt: RydeSplit macht aus einer unangenehmen Diskussion einen automatischen Vorgang. Kein Kopfrechnen. Kein Bauchgefühl. Kein peinliches Nachfragen.

Jetzt für RydeSplit eintragen →

Auch ohne App gilt: Wer einmal kurz rechnet, spart sich hunderte Euro im Jahr — und bewahrt Freundschaften davor, still an Tankrechnungen zu leiden.

Quick-Reference: Was zahle ich als Mitfahrer?

Wenn du morgen ins Auto steigst und schnell einen Orientierungswert brauchst:

  • Kurzstrecke (< 20 km): 1–3 € pauschal. Niemand rechnet genau — ein Kaffee-Equivalent.
  • Mittelstrecke (20–100 km): 14 Cent pro Kilometer ÷ Personenzahl. Bei 50 km mit 3 Leuten: 50 × 0,14 ÷ 3 ≈ 2,33 €.
  • Langstrecke (> 100 km): Genaues Rechnen lohnt sich. Spritpreise + Maut + ggf. Parkgebühren. App oder Taschenrechner — Hauptsache, eine echte Zahl.

Die ehrlichste Kurzformel: (Strecke in km × 0,14) ÷ Personen im Auto = dein fairer Anteil.

Und wenn du unsicher bist: frag den Fahrer, was er fair findet. Die meisten antworten ehrlich — sie wollen nur nicht selbst das Thema anfangen.

Zusammenfassung: Spritkosten teilen in 2026

Spritkosten fair zu teilen muss nicht kompliziert sein. Die Grundformel (Strecke ÷ 100) × Verbrauch × Literpreis ÷ Personen reicht für 90 % aller Fahrten. Bei einem durchschnittlichen Kompaktwagen kostet jeder Kilometer rund 14 Cent Sprit — bei 3 Personen im Auto sind das weniger als 5 Cent pro Person.

Wer regelmäßig mit Freunden oder Kollegen fährt, profitiert von einer App wie RydeSplit. Die App zeichnet Fahrten per GPS auf oder übernimmt eine manuell angelegte Route, berechnet die Kraftstoffkosten und teilt sie nachvollziehbar auf. Kleine Beträge sammeln sich als Splits und gleichen sich bei späteren Fahrten weiter aus. Nach der finalisierten Fahrt sehen berechtigte Mitfahrende den hinterlegten Zahlungsweg direkt in der App; der eigentliche Ausgleich bleibt manuell und findet außerhalb von RydeSplit statt.

Die beste Zeit, mit dem Teilen anzufangen, ist die nächste Fahrt.

Häufige Fragen

Wie viel Spritgeld pro Kilometer ist fair?

Der reine Spritanteil liegt bei ca. 14 Cent pro Kilometer (Kompaktwagen, 7 L/100 km, Super E10 um 2 €/L). Pro Mitfahrer bei 3 Personen im Auto sind das rund 5 Cent pro Kilometer. Wer auch Verschleiß einrechnen will, kann 4 Cent drauflegen — aber allein die Spritkosten zu teilen ist schon ein großer Schritt.

Muss der Fahrer bei einer Fahrgemeinschaft auch zahlen?

In den meisten Fällen ja — der Fahrer wäre auch allein gefahren, die Kosten fallen so oder so an. Gleich durch alle teilen ist der einfachste und fairste Standard. Ausnahme: Wenn die Fahrt nur für die Mitfahrer stattfindet (z. B. Flughafen-Abholung), dann ist 'Fahrer zahlt nichts' sinnvoll.

Was zählt alles zu den Fahrtkosten?

Der wichtigste Posten ist der Sprit. Darüber hinaus kann man Verschleiß (Reifen, Bremsen, Inspektionen — ca. 4 Cent/km), Maut, Parkgebühren und bei langen Fahrten auch Vignetten einrechnen. Versicherung und Kfz-Steuer bleiben außen vor — die zahlt der Halter unabhängig von der Strecke.

Was ist fairer — gleich teilen oder nach Strecke?

Bei einer gemeinsamen Fahrt von A nach B ist gleich teilen am einfachsten und fairsten. Wenn jemand unterwegs ein- oder aussteigt, rechnet ihr besser nach tatsächlich gefahrenen Kilometern. In RydeSplit wählst du dafür die benutzerdefinierte Aufteilung und trägst für jede Person ihren Betrag ein.

Was ist besser — Spritgeld oder abwechselnd fahren?

Beides hat Vor- und Nachteile. Abwechselnd fahren funktioniert gut, wenn alle ein Auto haben und ähnlich weit fahren. Sobald die Strecken unterschiedlich lang sind oder nur einer ein Auto hat, wird Spritgeld teilen die fairere Lösung.

Timo Wevelsiep
Beitrag von
Timo Wevelsiep
Mitgründer, RydeSplit

Baut seit Jahren Software für kleine Teams. Findet, dass Freundschaften nicht an Tankrechnungen zerbrechen sollten.

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